Travel Photography_ Peter Schickert

….mehr vom Inle See

Schon wieder alles grau in grau.
Dunkelgrau.
Bei dem Wetter möchte ich nicht aufs Boot – dann ist später das Ballonfestival dran.
Das stellt sich erst mal als ziemlich gute Entscheidung raus,
beim Spaziergang durchs Dorf kommt mir ziemlich bald ein großer Umzug entgegen.
De Schüler der Stadt spenden dem örtlichen Kloster.
Alles was Mönch halt so braucht, Kühlschrank, Obst, Signal-Zahnpasta, Waschmittel, Matratzen und Cash.
Und das wird gefeiert. Lautstark.
Kilometerlang zieht sich die lärmende Meute durchs Dorf, macht Spaß zu zusehen.
Und zwischendurch kommt sogar kurz mal die Sonne raus.
Da hat sich der Vormittag doch noch gelohnt……

Entgegen der zahlreichen Warnungen mach ich mich dann am Nachmittag mit dem öffentlichen Nahverkehr auf zum Ballonfestival nach Taunggy. Kann doch so schwer nicht sein? Hier hat sich in den letzten 20 Jahren kaum was geändert –  auch die Fahrzeuge sind vermutlich noch genau die gleichen…. 🙂 und bevor in dem 12 Mann passenden Pickup nicht mindestens 20 Passagiere sitzen fährt hier keiner los. Ich bin Nr. 18 und krieg noch nen richtigen Platz.
Nach Fahrgast Nr. 26 fahren wir dann endlich los, und mindestens 300 Meter weiter . Da möchte noch jemand zusteigen.
Wie viele wohl noch auf dem Dach sitzen……?
Ich bin jedenfalls im trockenen – es gießt nämlich schon wieder in Strömen.
Dank des Schirms meiner Nachbarin –  hier hat man auch im Auto so etwas immer dabei……
Mein Gegenüber dagegen ist pitschnass, verzieht aber keine Miene.
Ist ja auch nur noch ne Stunde bis Taunggy…..
Kurz über den Markt und in den örtlichen Tempel rein,
dann endlich erst  zu Fuß dann per Anhalter das letzte Stück zum Ballonfestival geschafft.
Dort angekommen passiert erst mal……
…..nix.
Wegen des Wetters startet hier niemand.
Aber Kirmes auf asiatisch gibt es immerhin zu sehen.
Zumindest für ein paar Minuten recht interessant.
Ballons? Weiterhin nix. Jetzt fängt es auch schon wieder an zu regnen……
Ein guter Zeitpunkt um sich über die Rückfahrt Gedanken zu machen, das Gelände hier ist doch
unerwartet riesig und unglaublich voll. Selbst wenn es hier Transport, ein Taxi oä gebe,
die Straße ist mindestens  ein halbe Stunde Fussmarsch entfernt.
Wenn man denn die ungefähre Richtung wüsste,
ich hab die Straße ja noch nicht mal gefunden……
Und schon jetzt geht hier auf den vielen Zufahrten nichts mehr vor oder zurück,
das ganze mittlerweile auch noch ziemlich im Schlamm.
Dafür starten dann endlich doch noch zumindest ein paar der Ballons – mit einigen Stunden Verspätung.
Ganz schön riskant, mit dem vielen Feuerwerk an Bord, aber durchaus beeindruckend.
Ich weiß nur leider immer noch nicht: wie komme ich zurück.
Pickups und Busse fahren nicht, Taxis gibts nicht. Hier ist Chaos pur.
Alle 5637583 Fahrzeuge stehen – und sind  randvoll bis unters Dach.
Und keiner fährt nach Nyaung Shwe…….. 
Ein altersschwacher Linienpickup fährt mich dann endlich über holprige Schleichwege zurück.
Fürstlich entlohnt und natürlich im strömenden Regen. Ankunft um halb 2 Nachts.
Spätestens jetzt weiß ich auch einen Scheibenwischer wieder zu schätzen.
Pooooooooooooo……
 
 

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