Travel Photography_ Peter Schickert

Wo der Pfeffer wächst….

Das wars schon wieder mit Sommer, Sonne, Strand und Meer,
wetterbedingt hab ich Koh Rong Samloem verlassen und mich schon einmal
auf den Weg Richtung Phnom Penh gemacht. Auf dem Weg liegt Kampot –
ein verschlafenes Provinznest – aber wirklich sehr nett. Direkt am Fluss mit einladender
Promenade, ein paar alten französischen Villen, berühmt ist Kampot aber vor allem
für den besonders aromatischen Pfeffer der hier angebaut wird.
Möchte jemand welchen mitgebracht haben?
Ein sehr entspannter Ort, ideal zum Erkunden des Landlebens und mit so einzigartigen
Sehenswürdigkeiten wie dem Stinkfrucht-Kreisverkehr. Ich bin mir ziemlich sicher:
SO ein Highlight gibt es weltweit kein zweites Mal…….
Ich hab wieder ein Moped und tucker durchs Land.
Und platze dann im ersten Kloster erst mal mitten in den „Gottesdienst“ ….
Die Mönche unterbrechen ihre Mantras, die ca 50 Gläubigen ihr andächtiges Gebet,
Unruhe und Getuschel kommt auf ob des seltsamen Besuchs.
Ich ziehe mich etwas verschämt wieder zurück, aber unter freundlichem Gelächter
werde ich doch bitte hineingebeten. Setz dich doch zu uns, Langnase.
Schon sitz ich mitten drin. Dann bete ich eben mit.
Om…….
Zuerst traue ich mich gar nicht hier zu fotografieren, aber als der älteste
  der Mönche sein Handy rausholt und mich fotografiert werde ich sogar schon gefragt
ob ich nicht auch Bilder machen möchte? Wenns denn sein muss……
Atmosphärisch wieder kaum zu beschreiben,
Und weiter gehts mit dem typisch monotonen gequä….Gebet der Mönche.
Am Eingang warten schon lautstark die Hunde, am Hintereingang lauert eine Horde Affen
auf hoffentlich gerechtes Teilen der zahlreichen Opfergaben.
Zumindest für die Baumbewohner sehe ich heute allerdings schwarz.
Und drumherum ist danach Landleben pur……ich sorge für gute Laune bei der Reisernte.
Noch ein paar Kilometer weiter liegt der Kep Beach – eher ein schräges Kuriosum mit Meerjungfrau und Riesenkrabbe. Drei Wochen Urlaub machen möchte ich hier eher nicht.
Trotzdem ein sehr interessanter Zwischenstopp.
 
Der Himmel wird jetzt leider immer dunkler.
Ich seh mir noch die Höhle an –  Phnom Ch Ghnuk? und hab schon auf dem Hinweg bedenken.
Diese Piste aus Schlamm, Schotter und Löchern wird bei Regen bestimmt nicht besser.
Aber erst mal ein Shiva-Tempel aus dem 7 Jahrhundert in der Tropfsteinhöhle.
Und dann geht der Regen los. So richtig. Wie`s in den Tropen halt manchmal regnet.
Und ich mit dem Moped mitten durch den Schlamm.
Weia.
Nur einmal stecke ich mitten drin fest, klitschnass bin ich ja eh, der Regen wäscht wenigstens den Schlamm wieder ab. Und alle mindestens  genauso nassen Kambodschaner lächeln immer noch freundlich….  
Am Abend steht dann halb Kampot bis zu den Knöcheln unter Wasser.
War trotzdem wieder ein toller Tag.
Nur Pfeffer hab ich noch keinen…….
 
 

Ein Kommentar zu “Wo der Pfeffer wächst….

  1. claudia

    Hallo Peter,
    wenn Du Pfeffer findest, bringe bitte welchen mit.
    Lasse es Dir weiter gut gehen und viel Spaß
    Liebe Grüße
    Claudia und Ralle

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