Travel Photography_ Peter Schickert

Phnom Penh

Na klar. Pünktlich zur Abfahrt Richtung Phnom Penh kommt auch die Sonne wieder raus.
Und wieder ein paar Stunden busfahren.
Heute mit einem ganz besonderen Fahrer.
Dass die immer erst 2-mal durch die ganze Stadt fahren bis auch der aller letzte Platz besetzt ist:
geschenkt. Kennt man. Alter Hut.
Jetzt sind aber auch wirklich alle möglichen Plätze belegt und auch das viele Gepäck
irgendwie noch untergebracht, jetzt gehts dann endlich los.
Aber nur 2 Straßen weiter, der Busfahrer muss noch kurz seinen kleinen Sohn? besuchen.
Pausenbrot abgeben? Dann der nächste Halt: die Tankstelle.
Nein, Tanken kann ja jeder, unser Fahrer hat hier  wohl nur was zu klären.
Jetzt aber los. Nein, gefrühstückt hat der Fahrer ja auch noch nicht.
Schnell noch einen Imbiss besorgt, etwas Wasser und weiter gehts.
Bis zur nächsten Ecke. Der will doch nicht etwa jetzt hier seine dreckige Wäsche…..?
Er will. Hält an der Wäscherei, packt seine dreckigen Hemden ein und verschwindet…..
Unglaublich.
Aber dann gehts wirklich los, auf die Strasse nach Phnom Penh –
die mittlerweile ziemlich genervten Fahrgäste applaudieren….! 🙂
Aber da ist schon die nächste Tankstelle, jetzt muss er Pipi.
AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA. Und die ersten Fahrgäste auch…….
Wir sind ja schon eine Stunde unterwegs…….
Und tanken müssen wir später dann natürlich auch……
Da das ganze dann heute ja schon sooo lange gedauert hat beschließt der Fahrer,
ich halte einfach weit draußen vor der Stadt – dann spar ich mir den Stau in der
Innenstadt – wird schon keiner was sagen.
Doch – ich. Und zwei Spanier protestieren zum Glück mit.
Nach langem feilschen, zetern und diskutieren
gibt der Fahrer uns dann wenigstens Geld für das Tuk-Tuk in die Stadt……  
Ich wohn mitten im Barviertel, gleich nebenan das berühmte „Heart of Darkness“,
viele ungewaschene alte Herren mit Bierbauch
und viele gewaschene junge Mädchen ohne Bierbauch.
Aber mit sehr knappen Röcken.
Auweia…….. 
Phnom Penh ist chaotisch, laut, dreckig – am und im Königspalast und am Mekong ist es ganz nett, mehr aber auch nicht.
Nach Yangon, Peking und Bangkok ist es aber auch schwer das zu toppen.
Mein Besichtigungsprogramm ist daher doch relativ schnell zu Ende,
mal sehen was der letzte Tag morgen noch bringt?
Die Killing Fields? Der ein oder andere erinnert sich vielleicht?
Nein, wenn ich schlechte Laune möchte kann ich mir auch die aktuellen Nachrichten ansehen….
Bardamen? Auch nicht mein Ding.
Ein neuer Pullover für die Heimreise wäre vielleicht nicht schlecht……
Wenns wieder regnet geh ich vielleicht doch noch
mal ins Museum,
oder ich leih mir ein Fahrrad……

Ein Kommentar zu “Phnom Penh

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